Jahreswechsel

Wir stehen am Ende des alten und am Beginn des neuen Jahres. Wieder fragen wir: "Was wird uns dies Jahr bringen?". Wir haben Sorgen, Ängste, Hoffnungen, Wünsche.. Die Kommentare zum Jahresende werden auch bei diesem Jahreswechsel wieder die Sorgen und Hoffnungen der Menschen aufzeigen.
Christen sind überzeugt, dass Jesus mit uns durch das kommende Jahr gehen wird.
Als der menschgewordene Gott vereinigt er in sich Vergangenheit und Zukunft in lebendiger Gegenwart des Heils. Er umspannt die Geschichte der Menschheit, von der unerforschten Vorzeit bis in die unergründliche Zukunft. Er, unser Herr und Bruder, steht mit uns am Beginn des Jahres 2004 nach seiner Geburt. Diese Zählweise ist für den Glaubenden mehr als eine äußerliche Zeitrechnung. Sie erinnert uns daran, dass einer an unserer Seite ist, der in die Ewigkeit hineinreicht und doch zu uns gehört. Mit ihm und in ihm sind unsere Lebensjahre sinnvoll. Sie zählen bei Gott. Weil sie in seiner Hand sind, sind sie wichtig, sogar die Jahre des ärmsten und verlassensten Menschen.
20 C + M + B 04
"Christus benedicat mansionem" "Der Herr segne das Haus", schreiben die als hl. Drei Könige gekleideten Sternsinger in vielen Gemeinden an die Türpfosten der Häuser und Wohnungen. Sie sammeln für bedürftige Kinder und wollen Segen bringen. Menschen, die mit Gottes Segen das Jahr beginnen, brauchen keine düsteren Prognosen zu schrecken, brauchen keine Horoskope, brauchen keine Betäubungen. Sie wissen sich in Gott ernst- und angenommen. Wer an ihn glaubt, lernt das Wichtige vom Belanglosen zu unterscheiden, das Tragende vom Trügerischen. Er wird hellsichtig und wach und in Vertrauen und tiefer Freude ins neue Jahr gehen.
Neujahr: Weltgebetstag für den Frieden
Der 01. Januar ist der Weltgebetstag für den Frieden. Wie könnten wir besser für den Frieden beten, als in Gemeinschaft mit Christus, der den Frieden in Gott brachte und dadurch Frieden unter den Menschen möglich macht. In ihm werden wir erkennen, wo wir Frieden stiften können, werden wir die Not sehen, die wir lindern können, den Schrei der Armen hören, denen wir helfen können, die Bitterkeit des Lebens wahrnehmen, in das wir Licht bringen können.
Wir legen das Jahr 2004 in Gottes Hand. Wir beginnen es nicht in Resignation, sondern im festen Vertrauen auf den Gott der Liebe und dem festen Willen, mit Gottes Hilfe das Beste aus dem Angebot des neuen Jahres zu machen.

Ein gutes neues Jahr wünscht Ihnen
Pater Siegfried Coldehoff SCJ

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