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Ordensgründers |
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Die Geschichte unseres Ordensgründers Leo Dehon: Ordensgründer der Herz-Jesu-Priester Seine Teenager-Jahre (von 12 bis 16) verbringt Leo Dehon in einem christlichen Internat. Hier findet er gute geistliche Begleiter. Zwei Exerzitien (Besinnungstage) bringen mehr Klarheit in seine Lebensplanung. Dazu ein Weihnachtsfest, das ihn innerlich packt: "Unser Herr muß mich damals wirklich an sein Herz genommen und mit Zärtlichkeit erfüllt haben". Er beschließt, Priester zu werden.
Sein Vater besteht aber auf einem Jura-Studium. Leo soll Richter oder Rechtsanwalt werden.
Er geht zum Studium nach Paris und gleicht sein Bedürfnis nach einem religiösen Leben
aus, indem er sich zwei Gemeinschaften anschließt: Die eine übt sich im Einswerden mit
Jesus, die andere diskutiert, ob es eine "christliche Demokratie" geben kann.
Grundzüge der katholischen Soziallehre werden in dieser Professoren- und Studentenrunde
entwickelt.
Zunächst zögert der junge Kaplan, sich auf all diese sozialen Probleme einzulassen. Doch
dann tut er es mit umso größerem Tatendrang. Leo Dehon ist ein sensibler Beobachter,
scharfer Analytiker und strategischer Planer. Und gleichzeitig ist er einer, der mit
ganzem Herzen Anteil nimmt. All das kommt ihm zugute bei den vielen Projekten, die er nun
in Angriff nimmt. Leo Dehon zieht sich 1877 zurück und schreibt eine Ordensregel. Ein Jahr später legt er Gelübde ab. Sein Vorhaben ist von Rom genehmigt. Nun gesellen sich zwei Novizen hinzu, verlassen das Projekt aber bald wieder. Später kommen neue und beständigere Mitbrüder. Aber Dehon hat trotzdem meist nichts als Streß: gesundheitliche Probleme, finanzielle Sorgen und dann brennt auch noch das Johannes-Kolleg zur Hälfte ab, ein Internat, das er aufgebaut hat. Zu allem überfluss macht Leo Dehon noch einen Fehlgriff mit einem seelisch kranken Pater, den er in seine Ordensgemeinschaft aufnimmt. Dessen "Offenbarungen" und dazu noch eigenartige "Eingebungen" mancher Ordensschwestern, die Leo Dehon nahestehen, schüren in Rom die Skepsis: 1883 erfolgt das Aus. Sein Orden wird verboten. Für Leo Dehon bricht erst einmal alles zusammen. Leo Dehon empfindet es wie eine Auferstehung: Er darf seine Gemeinschaft neu gründen und nennt sie jetzt "Herz-Jesu-Priester". Im Nachhinein sehen die Entscheidungen aus wie ein Fingerzeig Gottes. Leo Dehon und seine Mitbrüder kehren mit ihrer Herz-Jesu-Spiritualität wieder auf ein gesundes Fundament zurück, der soziale Auftrag rückt wieder stärker in den Mittelpunkt. Für den Rest seines Lebens muß Pater Leo Dehon ständig um sein Werk kämpfen. Kritik wird ihm von allen Seiten um die Ohren gehauen. Denn das Frankreich seiner Zeit ist geradezu fundamentalistisch antikirchlich und antiklerikal - Geistliche werden angefeindet. Zudem ist manch ein "normaler" Priester neidisch auf Dehons Projekt. Auch schleichen sich immer wieder falsche Brüder in die Ordensgemeinschaft ein.
Trotzdem wächst die Gemeinschaft, entstehen Projekte im Sinne Dehons und bekommt die
Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester schließlich eine weitere Dimension: Ende der
1880er Jahre kann Pater Leo Dehon die ersten Missionare aussenden. Sie gehen in den Kongo,
nach Brasilien, nach Ecuador, nach Finnland, Südafrika und Kamerun. 1925, im Alter von 82
Jahren, stirbt Leo Dehon. Sein Geist und sein Wahlspruch "Dein Reich komme"
prägen die Ordensgemeinschaft bis heute. |
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